Justizfachwirt: Voraussetzungen und Ausbildung

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Für den ordnungsgemäßen Ablauf vor Gericht sind nicht nur die Richter und Rechtspfleger zuständig, sondern auch der Justizfachwirt. Justizfachwirte arbeiten damit in einem hochsensiblen Bereich, weshalb natürlich auch besondere Anforderungen an alle Bewerber gestellt werden. Genau die haben wir im Folgenden einmal etwas näher betrachtet. Gleichzeitig haben wir auch einen Blick darauf geworfen, was dich genau in der Ausbildung zum Justizfachwirt erwartet.

Inhaltsverzeichnis

Justizfachwirt werden: Voraussetzungen und Anforderungen

Möchtest du in Bayern, Hessen, Hamburg, Niedersachsen oder einem anderen Bundesland als Justizfachwirt tätig werden, musst du zunächst einmal prüfen, ob du die Voraussetzungen hierfür erfüllst. Diese variieren leicht von Bundesland zu Bundesland, grundsätzlich solltest du aber vertrauenswürdig und aufgeschlossen sein. Eine gewisse Kommunikationsstärke, eine zuverlässige Arbeitsweise und Spaß im Umgang mit Zahlen sind ebenfalls notwendig. Gleichzeitig werden aber auch gewisse Anforderungen vor einer Einstellung an dich gestellt. Hier siehst du, um welche Anforderungen es sich handelt:

  • Realschulabschluss oder Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung
  • Körperliche Leistungsfähigkeit
  • Hinreichende Schreibmaschinenkenntnisse (mind. 180 Schläge pro Minute)
  • Hohes Maß an Motivation, emotionale Stabilität, Kooperations-, Kritik-, und Kommunikationsfähigkeit

Erfüllst du diese Voraussetzungen, kannst du deine Bewerbung für die Ausbildung einreichen. Diese sollte aus einem Anschreiben und deinem Lebenslauf bestehen. Ist die Bewerbungsmappe überzeugend, wirst du von der Einstellungsbehörde zum Justiz Einstellungstest eingeladen.

Das Auswahlverfahren: So wirst du Justizfachwirt

Bevor du in deine Ausbildung starten kannst, musst du erst einmal in einem Einstellungstest unter Beweis stellen, dass du für den Beruf auch wirklich geeignet bist. Durchgeführt werden im Einstellungstest unterschiedliche Tests und Prüfungen, in welchen du zum Beispiel hinsichtlich deines Allgemeinwissens, deiner Rechtschreib- und Grammatikkenntnisse oder hinsichtlich deiner mathematischen Fähigkeiten unter die Lupe genommen wirst. Einstellen musst du dich zudem darauf, dass du in einem persönlichen Vorstellungsgespräch und einer Gruppendiskussion überprüft wirst.

Ausbildung zum Justizfachwirt

Die Ausbildung zum Justizfachwirt dauert in der Regel zwei Jahre. Allerdings kann es sein, dass sich die Ausbildung verkürzen lässt. Das kann zum Beispiel dann der Fall sein, wenn du auf Grund deiner Qualifikationen als besonders geeignet bewertet wirst. Die Ausbildung zum Justizfachwirt unterteilt sich in einen theoretischen Teil und einen praktischen Ausbildungsteil. Im Folgenden siehst du einmal anhand einer Laufbahn im Bundesland Schleswig-Holstein, welche Inhalte in der Ausbildung auf dem Plan stehen:

  • Ausbildung bei einem Amtsgericht: 14 Monate
  • Ausbildung bei einem Gericht der Fachgerichtsbarkeit: 1 Monat
  • Ausbildung bei der Staatsanwaltschaft eines Landgerichts: 1 Monat
  • Fachlehrgang: 6 Monate
  • Ausbildung bei einem Landgericht: 1 Monat
  • Ausbildung bei der Staatsanwaltschaft eines Landgerichts: 1 Monat

Gut zu wissen: Dein Ausbildung Gehalt während der zweijährigen Ausbildung liegt bei rund 1.135 Euro brutto. Das Gehalt nach Ausbildung fällt deutlich höher aus, zudem kannst du deinen Verdienst mit zunehmender Erfahrung steigern.

Fazit

Als Justizfachwirt hast du täglich mit spannenden Angelegenheiten zu tun, die allerdings dein höchstes Vertrauen und eine enorme Schweigsamkeit erfordern. Aus diesem Grund ist auch nicht jeder Mensch für eine Laufbahn in diesem Bereich geeignet. Du kannst dich auf ein recht anspruchsvolles Auswahlverfahren einstellen, in welchem du in jeder Prüfung dein Bestes zeigen musst. Anschließend wirst du dann, wenn alles gut gelaufen ist, zum Ausbildungsbeginn eingeladen.

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