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Gerichtsvollzieher: Aufgaben, Ausbildung und Karriere

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Autor: Mark & das Plakos Team

11. Juli 2026

Der Autor: Mark Drebinger

Mark Drebinger beschäftigt sich seit fast 15 Jahren intensiv mit Einstellungstests, Auswahlverfahren und Karrieremöglichkeiten im öffentlichen Dienst. Sein fachlicher Schwerpunkt liegt auf den Bewerbungs- und Auswahlprozessen bei Polizei, Bundeswehr, Zoll, Feuerwehr und Justiz. Im Rahmen seiner Arbeit analysiert er regelmäßig Auswahlverfahren, computergestützte Einstellungstests, Assessment-Center-Formate, Sporttests sowie strukturierte Interviews und psychologische Eignungsdiagnostik. Auf mehreren spezialisierten Fachportalen veröffentlicht er Inhalte rund um Bewerbung, Einstellungstest und Karriere im Staatsdienst. Ziel seiner Arbeit ist es, Bewerberinnen und Bewerbern einen realistischen Einblick in Auswahlverfahren zu geben und sie gezielt auf die Anforderungen im öffentlichen Dienst vorzubereiten.

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Karriere als Gerichtsvollzieher / Gerichtsvollzieher/in

Als Gerichtsvollzieher/in übernimmst du eine zentrale Rolle im Justizsystem. Du bist dafür verantwortlich, gerichtliche Entscheidungen in die Tat umzusetzen – sei es durch die Zustellung von Dokumenten, Pfändungen oder Wohnungsräumungen. Dieser Beruf erfordert ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein, Selbstständigkeit und Durchsetzungsvermögen, da du in vielen Fällen direkten Kontakt mit Bürgerinnen und Bürgern hast, die sich in schwierigen Lebenslagen befinden. In diesem Beitrag erfährst du alles Wichtige über die Aufgaben, das Auswahlverfahren, die Ausbildung, das Gehalt und die Karriereperspektiven als Gerichtsvollzieher/in.

Aufgaben als Gerichtsvollzieher

Als Gerichtsvollzieher/in arbeitest du eigenverantwortlich und hast eine Vielzahl an Aufgaben, die du im Außendienst oder im Büro erledigst.

Typische Aufgaben eines Gerichtsvollziehers:

Zustellung gerichtlicher Schriftstücke

Durchsetzung von Geldforderungen

Zwangsräumungen

Abnahme von Vermögensauskünften

Sicherstellung und Versteigerung

Beratung und Mediation

Bewerbung und Auswahlverfahren für Gerichtsvollzieher

Der Einstieg in den Beruf als Gerichtsvollzieher/in erfolgt in der Regel über eine vorherige Laufbahn als Beamter im gehobenen Justizdienst, zum Beispiel als Rechtspfleger. In einigen Bundesländern ist auch eine direkte Bewerbung über ein spezielles Auswahlverfahren möglich.

Das Auswahlverfahren umfasst in der Regel folgende Elemente:

Gerichtsvollzieher Einstellungstest Vorbereitung

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Voraussetzungen und Ausbildung zum Gerichtsvollzieher

In der Regel setzt die Tätigkeit als Gerichtsvollzieher/in ein abgeschlossenes Studium als Rechtspfleger oder eine entsprechende Qualifikation im gehobenen Justizdienst voraus. Danach kannst du dich für den sogenannten „Gerichtsvollzieherbereitungsdienst“ bewerben.

Allgemeine Voraussetzungen für Gerichtsvollzieher

Tipp: Informiere dich bei der zuständigen Justizverwaltung deines Bundeslandes über konkrete Zugangsvoraussetzungen und Bewerbungsfristen.

Dauer und Inhalte der Ausbildung zum Gerichtsvollzieher

Die Ausbildung (bzw. Fortbildung) zum/zur Gerichtsvollzieher/in dauert in der Regel 12 bis 18 Monate und findet an einer speziellen Gerichtsvollzieherschule sowie in der Praxis statt. Inhalte sind unter anderem:

Aufstiegsmöglichkeiten und Gehalt

Als Gerichtsvollzieher/in wirst du je nach Bundesland in der Regel nach der Besoldungsgruppe A9 bis A11 vergütet. Zudem erhältst du Zulagen, z. B. eine Aufwandentschädigung oder eine Erschwerniszulage.

Beispielhafte Gehaltsstufen (brutto, abhängig vom Bundesland):

Zusätzlich hast du die Möglichkeit, bestimmte Vollstreckungsgebühren direkt abzurechnen, was zu weiteren Einkünften führen kann.

Karrierechancen

Als Gerichtsvollzieher/in bist du weitgehend eigenverantwortlich tätig. Es bestehen aber auch Entwicklungsmöglichkeiten:

Mit entsprechender Erfahrung und Qualifikation sind zudem höhere Besoldungsgruppen möglich.

Fazit

Der Beruf des Gerichtsvollziehers ist abwechslungsreich, anspruchsvoll und bietet ein hohes Maß an Eigenverantwortung. Du arbeitest selbstständig, hast direkten Bürgerkontakt und trägst zur Durchsetzung des Rechts bei. Wer Belastbarkeit, Organisationstalent und soziale Kompetenz mitbringt, findet hier eine spannende und gut bezahlte Laufbahn im öffentlichen Dienst.